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SHIATSU - GANZHEITLICHE ENERGETISCHE KÖRPERARBEIT (MASSAGE, MERIDIAN-ARBEIT) MIT THERAPEUTISCHEM EFFEKT

Shiatsu ist eine ganzheitliche energetische Körperarbeit (Massage, Meridian-Arbeit) durch die mit Hilfe verschiedenster (Massage-)Techniken die Energie (das Qi), die in den Leitbahnen des Körpers (den Meridianen) fließt, in Bewegung gebracht und harmonisiert wird. Durch die damit einhergehende Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers tritt ein therapeutischer Effekt ein. Angespannte Körperregionen werden entspannt und erschöpfte Körperregionen werden gekräftigt. Blockaden werden gelöst und die Energie fließt wieder frei. Beschwerden können gemildert werden und ganz verschwinden. Die Energiearbeit wird durch verschiedenste manuelle Techniken ergänzt, die auf muskulärer und struktureller Ebene (z. B. Knochen, Gelenke) ansetzen. Dabei kommen verschiedenste (Massage-) Techniken und Methoden zum Einsatz. 

Achtsamer, tief wirkender Druck mit Fingern, Handballen, Ellenbogen, Knien und Füßen sowie Dehnungen, Rotationen und Schaukeln lösen Blockaden und gleichen Disharmonien der Körperenergie aus. Die Shiatsu-Praktikerin passt die Intensität und die Art der Berührung den Bedürfnissen der Klienten und Klientinnen an. Die Behandlungen fallen ganz unterschiedlich aus, je nachdem wer behandelt wird, aber auch wie die jeweilige Tagesverfassung der Klienten und Klientinnen aussieht und sich anfühlt.

Als ganzheitliche energetische Körperarbeit verbessert eine Shiatsu-Massage die Körperwahrnehmung, regt die Selbstheilungskräfte an, stärkt das Immunsystem, steigert die Vitalität, und unterstützt die Gesundheit. Auf der einen Seite wirkt Shiatsu prophylaktisch und gesundheitsfördernd, auf der anderen Seite hilft es, Beschwerden und Krankheiten zu heilen. 

Eine Shiatsu-Massage regeneriert, stärkt, sensibilisiert, zentriert, entspannt, beruhigt und belebt.

Die Shiatsu-Praktikerin unterstützt die Klienten und Klientinnen in verschiedensten Lebenssituationen, (heilende) Prozesse in Gang zu setzen, die Lebendigkeit und Bewegung, Entspannung und Leichtigkeit ins Leben bringen. 

 

DIE BEDEUTUNG VON SHIATSU FÜR MICH

Das Schöne und Besondere an Shiatsu für mich ist, dass hier Körperarbeit nicht nur als Arbeit mit und am eigenen Körper in Verbindung mit Geist und Seele, sondern auch in achtsamer Kommunikation mit einem anderen Menschen passiert. Nach einem einleitenden Gespräch findet sozusagen eine Begegnung jenseits der Worte statt, die den Menschen in seinem So-Sein belässt und annimmt, nichts erzwingen will und geschehen lässt, was im Augenblick passiert. Das Sein wird im Jetzt als Einheit von Körper, Geist und Seele mit tiefem Respekt vor dem Leben in seiner ganzen Tiefe erfahren.

In der profunden Wahrnehmung der eigenen Einzigartigkeit in empathischer Begegnung mit einem Gegenüber kann das eigene Potenzial erspürt werden und eine frische Neugier an sich selbst kann geweckt werden. Durch die Selbstwarhnehmung des eigenen Körpers in einer Atmosphäre der Sicherheit und des Vertrauens und in einem Zustand tiefer Entspannung wird es möglich, dass alte Muster sich auflösen. Das bedeutet einerseits, dass Beschwerden verschwinden können, andererseits, dass es möglich wird, für sich neue Räume in Bewegung zu entdecken und über den Körper in Verbindung mit Geist und Seele eine Klarheit zu bekommen, die allein mit Hilfe des Verstandes nicht erlangt werden kann. In der im Prozess erfahrenen Selbstliebe liegt ein Schlüssel zu einem bewegten, erfüllten Leben als einzigartiges Individuum in Verbundheit mit dem großen Ganzen.

 

GESCHICHTE UND PHILOSOPHIE

Shiatsu ist eine Form ganzheitlicher manueller Körperarbeit, die in Japan entwickelt wurde und ihre Wurzeln in traditionellen chinesischen Heilmethoden und fernöstlichen Philosophien hat. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind durch die Verbindung mit westlichen Methoden die verschiedenen Richtungen entstanden, wie sie heute praktiziert und weiter variiert werden. Der Mensch wird als Einheit von Körper, Geist und Seele wahrgenommen, dessen Wohlbefinden mit dem harmonischen Fluss der Körperenergie zusammenhängt.

Shiatsu geht auf die chinesische Massage Anma, eine der ältesten Massageformen der Welt zurück. Vor etwa 1500 Jahren brachten chinesische Kriegermönche Anma nach Japan. Dort wurde die Massageform weiter entwickelt und unter anderem mit Tao-Yin erweitert, einem System von Körperübungen zur Erhaltung der Gesundheit. Die japanischen Ärzte setzten Anma als eine therapeutische Behandlungsform ein. Später wurde Anma zur reinen Entspannungsmassage. Anfang des 20. Jahrhunderts erfanden Anma-Therapeuten in Japan, deren Arbeit auf der klassischen östlichen Medizin basierte, den Namen Shiatsu, um die restriktiven gesetzlichen Bestimmungen zu umgehen. Hauptsächlich auf Grund der Bemühungen von Tokujiro Namikoshi (1905-2000), der Shiatsu mit den Erkenntnissen der westlichen Medizin verband, wurde Shiatsu Mitte der 50er Jahre von der japanischen Regierung offiziell als Therapiemethode anerkannt. Namikoshis Schüler Shizuto Masunaga (1925-1981) reintegrierte die traditionellen Lehren des östlichen Medizin und Philosophie ins Shiatsu. So ließ ließ er beispielsweise Elemente des Zen-Buddhismus in seine Methode einfließen.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fand Shiatsu in Europa und den USA Verbreitung. Dort wurde es mit westlichen Körpertherapien (Physiotherapie, Osteopathie, Cranio-Sacral-Therapie, Rolfing usw.) ergänzt und erweitert.

Seit 1999 ist Shiatsu in Österreich als gewerblicher Beruf anerkannt.